Mit dem Hund durch den Winter

30.11.2018 10:55 Uhr

Seine magische Wirkung hat der Winter mitsamt seiner weißen Schneedecke nicht nur bei Kindern. Sobald der erste Schnee fällt, sind meist auch Hunde nicht mehr zu halten. Vergessen ist die gute Erziehung. Hunde jeden Alters lassen sich vom Zauber des Winters begeistern. Für viele Besitzer schön anzusehen, doch Vorsicht. Der Übermut sowie die kalte Jahreszeit bergen Gefahren. Damit Sie Ihren Vierbeiner perfekt durch die kalte Jahreszeit führen können, haben wir hier nützliche Tipps und Tricks für Sie zusammengefasst.

Pfotenpflege im Winter

Im Winter müssen Hunde nicht zwangsläufig Probleme mit den Pfoten haben. Viele überstehen diese Zeit beschwerdefrei, doch ebenso gibt es Hunde, denen Kälte, Schnee und Streusalz vor allem an den Ballen schaden. Beugen Sie direkt von Anfang an schmerzenden Pfoten vor. Für Spaziergänge bedeutet das:

  • Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen (damit das Salz die Pfoten nicht angreifen kann bzw. der Hund das Salz nicht ableckt)
  • Haare zwischen Zehen kürzen (beugt Eisklumpen vor und erleichtert die Reinigung der Pfoten)
  • Eventuell auf Hundeschuhe zurückgreifen (unbedingt in der passenden Größe!)

Hat Ihr Hund bereits rissige oder raue Ballen, sollten Sie die Heilung mit ein paar Pflegeprodukten unterstützen:

  • Vaseline
  • Hirschtalg
  • Melkfett
  • Olivenöl

Dank des Fetts kann sich deutlich weniger Eis, Schnee und Salz zwischen den Zehen absetzen. Jedoch können einige Hunde mit Durchfall reagieren, wenn sie die Salbe von den Pfoten lecken.

Winterbekleidung für Hunde

Den meisten Hunden können Kälte, Schnee und Eis nicht zusetzen. Dafür sorgt die natürliche Schutzschicht bestehend aus ihrem dicken Fell bzw. ausreichend Unterwolle. Auch die Gesundheit sowie Ernährung tragen zu großen Teilen dazu bei. Aber es gibt auch genug Ausnahmen: Haben die Hunde nur kurzes Haar und kaum Wolle oder kamen sie vor Kurzem aus einem warmen Land, kann ihnen dieses Wetter schaden. Gleiches gilt für kranke oder alte Hunde sowie solche, die von Natur aus keine schützende Fettschicht haben.

In diesen Fällen sollten Sie auf einen wärmenden Mantel, Pullover oder Hundeschuhe zurückgreifen. Diese sollten wichtige Funktionen wie Nässeschutz und Wärmeregulation aufweisen. Die Optik hat also nur eine untergeordnete Rolle.

Erhöhter Energiebedarf

Durch die kalten Temperaturen müssen Menschen wie Tiere mehr Energie aufbringen, um die eigene Körpertemperatur halten zu können. Das gilt auch für Hunde und sollte in ihrer Ernährung berücksichtigt werden. Erhöhen Sie im Winter also die Tagesrationen ein wenig. Wie hoch genau, hängt von jedem Hund individuell ab, aber auch von der Häufigkeit und Dauer der Spaziergänge.

Ein gesunder Winterspeck ist normal. Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihrem Hund nicht zu viel Futter geben, um Übergewicht und damit verbundene Krankheiten zu vermeiden.

Fressen von Schnee

Der herumliegende und -fliegende Schnee verleitet viele Hunde dazu, davon zu kosten. Trifft das gefrorene Wasser auf die empfindliche Schleimhaut der Hunde, kann das böse enden: Durchfall, Magen-Darm-Erkrankungen und Mandelentzündungen sind da keine Seltenheit.

Halten Sie Ihren freudigen Mitbewohner also unbedingt davon ab, von dem verlockenden Schnee zu fressen. Lässt er sich dennoch nicht anhalten und reagiert ständig mit Durchfall, sollten Sie über einen Maulkorb nachdenken.

Gassigehen im Winter – darauf sollten Sie achten

Vor dem Spaziergang:

  • Erhöhten Energiebedarf berücksichtigen und mit mehr Futter decken
  • Haare zwischen den Zehen kurzschneiden
  • Ballen mit Schutzcreme einschmieren
  • Bei Bedarf Hundeschuhe oder andere Bekleidung anziehen

Während des Spaziergangs:

  • Keinen Schnee fressen lassen

Nach dem Spaziergang:

  • Ballen mit lauwarmem Wasser von Streusalz befreien
  • Mögliche Fremdkörper entfernen
  • Den Hund trocken rubbeln
  • Fettreiche Creme für die Pfoten verwenden

Bringen Sie Ihren Hund glücklich und gesund durch den Winter! Welche Tipps und Tricks für Ihren Vierbeiner wichtig sind, ist individuell zu entscheiden. Je nach Hunderasse, Alter, Vergangenheit und vieler weiterer Faktoren kommen auch mal große Unterschiede in der Winterpflege von Hunden vor.

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