Außenhaltung von Kaninchen

20.09.2017 / Kleintiere
Kaninchen sind sehr aktive Mitbewohner und brauchen entsprechend viel Freiraum. Somit ist eine artgerechte Haltung nur mit genügend Freiraum möglich. Sie können gut mit einer Katze verglichen werden. Denn auch diese sperrt kein Tierliebhaber in einen kleinen Käfig. Stattdessen können sie auch draußen frei herumlaufen. Die richtige Außenhaltung kann Kaninchen eine solche Möglichkeit bieten. Jedoch sind Kaninchen benötigen einige besondere Umstände, um auf Dauer glückliche Mitbewohner sein zu können.

Bewegungsfreiheit schaffen

Nicht ohne Grund hat sich die Bezeichnung "Hoppelhäschen" eingebürgert. Kaninchen gehören zu der Familie der Hasen und benötigen ebenso viel Freiraum zum Hoppeln und Hakenschlagen wie auch freilebende Wildhasen. Wer eine große Rasenfläche zu Verfügung hat, sollte seinen Tieren so viel Platz wie möglich davon bereitstellen. Pro Kaninchen werden in etwa 3-4 m² gerechnet, mehr Platz ist natürlich noch besser. Nur so können sich Kaninchen ausleben.

Wie temperaturresistent sind Kaninchen?

Wildkaninchen kann man inzwischen nahezu überall vorfinden. Sie haben sich mit der Zeit an die entsprechenden Lebensbedingungen angepasst. Auch in Deutschland sind sie weit verbreitet. Entsprechend müssen sie auf die Temperaturen eingestellt sein, um überleben zu können. Ebenso verhält es sich mit den Kaninchen, die als Haustiere in den eigenen vier Wänden gehalten werden. Jedoch müssen die Tiere von klein auf an die Temperaturbedingungen gewöhnt sein bzw. bereits zu Beginn des Sommers nach draußen gelassen werden müssen, um sich auf die Winterhaltung draußen vorbereiten zu können. So ist genug Zeit vorhanden, damit das entsprechende Winterfell wächst. Vor extremer Kälte bis zu minus 20 Grad schützt die Kaninchen ihr dichtes und dickes Fell, welches bereits in Sommer wächst. Auch Schnee macht ihnen nichts aus. Vielmehr kommt es ganz nah an ihre natürliche Lebenssituation und erfreut sie. Dennoch sollte ein frostsicherer Bereich vorhanden sein. 

Anders sieht es bei warmen Temperaturen aus. Extreme Hitze kann zu einem Hitzeschlag führen und sogar tödlich für die kleinen Tiere enden. Generell sollten genügend Schattenplätze vorhanden sein, damit die Kaninchen nicht immerzu der Sonne ausgesetzt sind.

Ausstattung des Geheges bei Außenhaltung

Obwohl die Kaninchen kälteunempfindlich sind, benötigen sie dennoch einen frostsicheren Platz, an dem sie sich im Winter aufhalten können. Hier eignet sich eine isolierte Schutzhütte als idealer Rückzugsort. Darüber hinaus sollte es auch einen Bereich, der vor Wind, Regen sowie Wetter geschützt ist. 

Kaninchen stehen wie auch viele andere Kleintiere auf den Speiseplänen vieler freilebenden Tiere. Dazu gehört beispielsweise der Marder wie auch der Fuchs. Damit diese nicht die Chance erhalten, Ihre geliebten Kaninchen zu jagen, sollte das Gehege einbruchssicher vor den Tieren gemacht werden. Mader können sich nicht nur sehr dünnmachen, sondern auch gut buddeln und würden so schnell in das Gehege gelangen, wenn der Boden nicht entsprechend abgesichert ist. Demnach gehört dort also ein feiner Maschendrahtzaun hin. Da Kaninchen auch gerne buddeln, sollte der Zaun mindestens 30 cm tief in den Boden eingelassen werden und mit allen Seiten des Geheges verbunden werden. Aber auch von oben gibt es genug Raubvögel, die es auf Kaninchen abgesehen haben. Demnach sollte dort ebenfalls ein Gitter angelegt werden. Darüber hinaus können einige Kaninchen bei genug Motivation – beispielsweise, wenn sie sehr neugierig sind – auch mal höher als einen Meter hoch springen.


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