Die Wohnung "katzensicher" machen?

12.02.2018 14:44 Uhr

Selbst alltägliche Dinge können einer frisch eingezogenen Katze schnell zum Verhängnis werden. Giftige Zimmerpflanzen, Kippfenster und Waschmaschinen sind nur einige Beispiele. Auch Haargummis, Plastiktüten und sogar Büroklammern müssen ab sofort katzensicher verwahrt werden.

Sie haben sich also entschlossen eine Katze in Ihrem Leben und Ihrem Zuhause zu begrüßen? Herzlichen Glückwunsch. Eine Samtpfote ist immer eine große Bereicherung für jede Familie. Aber egal ob aus dem Tierheim, vom Züchter oder dem Bauernhof im Nachbardorf, eines haben alle Stubentiger gemeinsam: einen unaufhaltsamen Drang auf Abenteuer und Entdeckung. Gerade dieser Tatendrang kann jedoch in Haushalten von unerfahrenen Haltern zu gefährlichen Verletzungen führen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie Ihre Wohnung "katzensicher" machen.

Zimmerpflanzen - giftig oder nicht?

Katzen fressen gerne Gras. Brauchen es sogar zur besseren Verdauung. Ist aber kein Katzengras in der Nähe oder hat die Katze spontan Lust auf Abwechslung, müssen schnell mal andere Wohnungspflanzen herhalten. Sie sollten daher Ihrem Vierbeiner zuliebe darauf achten, Ihr Zuhause nicht mit giftigen Pflanzen zu dekorieren. Gerade beliebte Blüher wie Amaryllis, Calla oder Alpenveilchen (und gerade zur Weihnachtszeit der Weihnachtsstern) können zu Erbrechen, Durchfall, Zitterkrämpfen, Kreislaufzusammenbrüchen und sogar Atemstillstand führen. 

amaryllis

Balkon - der Duft von Freiheit

Viele Katzenliebhaber möchten Ihren Stubentigern natürlich so viel Freiraum wie möglich einräumen. Ein Balkon ist hier ein guter Kompromiss, wenn kein Freigang gegeben werden kann. Mit einer Katzenklappe in der Balkontür kann die Fellnase selbstbestimmt ein- und ausgehen. Doch der Balkon will gut gesichert sein. Ein Vogel auf der Balustrade zum Beispiel animiert die kleinen Jäger schnell zum Angriffssprung. Ohne Schutznetz ein sehr gefährliches Spiel.

Fenster - wenn 'kurz durchlüften' beim Tierarzt endet

Fenster und Fensterbänke sind für Katzen ein beliebter Aufenthaltsort. Sie können auch bei Regen die Natur beobachten, ohne selbst nass zu werden. Manchmal jedoch reicht beobachten nicht mehr aus und der Stubentiger möchte zum Freigänger werden. Ein angekipptes Fenster kommt ihm da gerade recht.  Viele Katzen bleiben aber im Fensterschlitz hängen und rutschen bei ihren Befreiungsversuchen eher noch tiefer in den engen Keil. Schwere Verletzungen sind die Folge und ein Besuch beim Tierarzt bleibt meist nicht aus. Schnelle Abhilfe schafft hier ein einfacher Kippfensterschutz. Ein keilförmiges Gitter, dass Ihr Fenster katzensicher macht.

Siam Katze am Fenster

Türen - dauerhafte Klemmgefahr

Auch bei den Türen ist mal 'kurz durchlüften' das größte Problem. Die Zugluft lässt Türen zuknallen, in deren Türrahmen gerade noch eine Fellnase saß. Eingeklemmte Pfoten und Schwänze sind die Folge. Achten Sie auf Türstopper und schließen Sie vor dem Lüften gegebenenfalls Ihre Innentüren. Viele Katzen lernen außerdem sehr schnell, dass ein gezielter Sprung auf die Türklinke den Weg in die Freiheit wieder frei gibt. Schließen Sie Außentüren daher sicherheitshalber ab.

Kleinteile und Plastiktüten - Katzensicher ist nur "echtes" Spielzeug

Katzen sind in einigen Fällen wie Kleinkinder. Alles, was man rollen, drehen oder jagen kann, wird in den Mund genommen. Lassen Sie daher keine verschluckbaren Kleinteile wie Büroklammern, Pinnadeln oder sogar Haargummis offen liegen. Die Samtpfoten können sich schnell verschlucken.

Auch Plastiktüten sind gefährlich. Ihre nahen Verwandten, die Papiertüten, sind beliebte und sichere Spielzeuge. Im Gegensatz zur Plastikvariante aber luftdurchlässig. Stellen Sie ihrer Samtpfote stattdessen abwechslungsreiches Spielzeug zur Verfügung, damit Langeweile gar nicht erst aufkommt.

Waschmaschine, Trockner und Co.

Stubentiger schlafen viel. Und oft an eher ungewöhnlichen Orten. Töpfe in Küchenschränken, Körbe oder Waschbecken sind nur ein paar Beispiele. Kontrollieren Sie daher vor jedem Gebrauch, ob sich Ihre Katze die Waschmaschine oder den Trockner als neue Höhle ausgesucht hat. Sollte dies einmal der Fall sein, können Sie ihr mit einer speziellen „Kuschelhöhle“ ganz leicht einen Ersatz bieten.

"katzensicher" für ein glückliches Miteinander

Natürlich ist diese Liste nicht vollständig. Katzen können sehr eigenwillige Haustiere sein. Hat sich Ihr Stubentiger erst einmal in den Kopf gesetzt, dass die Herdplatte sein neuer Schlafplatz wird, kann es schwer werden, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Genauso verhält es sich mit offen liegenden Kabeln, die zum Knabbern und Kratzen auserkoren wurden. Der Entdeckergeist der kleinen Streuner kann aus vielen Ihrer Haushaltsgegenstände Gefahrenquellen machen. Achten Sie daher vermehrt darauf, wo und wie Ihr Mitbewohner seine Zeit verbringt. Im Ernstfall können Sie dann schneller reagieren. Lässt sich Ihre Katze absolut nicht dazu überreden, einen bestimmten Platz nicht mehr aufzusuchen, schließen Sie den entsprechenden Raum gegebenenfalls ab.
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