Fahrradfahren mit Hund: Das sollten Sie beachten

2017-05-15 12:20:00 / Hunde
Fahrradfahren mit Hund: Das sollten Sie beachten -
Fahrradfahren hält nicht nur uns Menschen fit, sondern ist eine tolle Möglichkeit Ihrem Hund den Auslauf zu bieten, den er benötigt. Besonders bei sehr energiegeladenen Rassen ist Fahrradfahren eine gute Alternative, um Ihren Hund auszulasten. Dabei sollten Sie allerdings einige Tipps für Sie und Ihren Vierbeiner beachten, damit Sie beide Spaß bei der Sache haben.

Nicht jeder Hund sollte zum Fahrradfahren mitgenommen werden

So gerne die meisten Hunde spazieren gehen - auch bei Hunden ist die Ausdauer begrenzt, überanstrengen Sie ihn also nicht! Bei einer Tagestour mit dem Fahrrad sollten Sie Ihren Hund unter Umständen Zuhause lassen oder, je nach Größe des Hundes, einen Transporter oder Fahrradkorb mitnehmen, in dem der Hund mitfahren kann. Welpen sollten zunächst garnicht beim Fahrradfahren mitgenommen werden, Ihr Hund sollte erst ab 1 1/2 - 2 Jahren neben dem Fahrrad mitlaufen. Auch für alte Hunde kann es eine zu große Belastung für die Gelenke sein, im Zweifelsfall sollten Sie vorher Ihren Tierarzt zu Rate ziehen. Bei Hunderassen die sehr viel Auslauf benötigen und wenn der Hund gesund ist, ist das Nebenherlaufen beim Radfahren oft genau das Richtige. Trotzdem sollten Sie anfangs nicht zu schnell fahren und keine zu langen Strecken zurücklegen. Auch Ihr Hund muss sich die Kondition erst antrainieren und auch Hunde können Muskelkater bekommen. Vermeiden Sie Sprints, besonders auf Asphaltstraßen und ermöglichen Sie Ihrem Hund genügend Ruhephasen, sowohl bei einer Fahrradtour, als auch am Tag danach! Im Sommer sollten Sie ganz drauf verzichten Ihren Hund beim Fahrradfahren mitzunehmen oder nur morgens und abends, wenn es kühler wird, sonst kann Ihr Hund schnell überhitzen. 

Die richtige Ausrüstung

Für das Fahrradfahren sollten Sie lieber auf das normale Halsband verzichten und auf ein gut sitzendes Brustgeschirr zurückgreifen. Dies ist nicht nur angenehmer für Ihren Hund sondern schont auch seinen Rücken. Es gibt auch sogenannte Springer, speziell für das Fahrradfahren mit dem Hund, welche ruckartiges Ziehen des Hundes etwas abfangen. Außerdem haben Sie dann beide Hände frei und durch die kurze Leine wird der Hund davon abgehalten, ins Fahrrad zu laufen. Auch können Sie eine Joggingleine nutzen, welche um den Bauch befestigt wird. Sie sollten im Idealfall ausprobieren, womit Sie und Ihr Hund am besten zurecht kommen und sich am sichersten fühlen. 

Lassen Sie es langsam angehen

Fahrradfahren mit Hund kann unter Umständen sehr gefährlich werden, sowohl für Sie als auch für Ihren Hund. Ihr Hund sollte zuvor schon sehr gut an der Leine laufen und sehr zuverlässig sein. Bei einem jungen Hund der noch zu jedem entgegen kommenden Hund oder Mensch hinrennt oder generell zu oft an der Leine zieht, sollten Sie sich bei Ihrem Training erstmal auf diese Themen konzentrieren, bevor Sie den nächsten Schritt wagen. Durch Ablenkung kann es sehr schnell passieren, dass Ihr Hund plötzlich losstürmt und Sie sich im schlimmsten Fall dabei verletzen und Ihr Hund weg rennt. Läuft Ihr Hund generell schon sehr zuverlässig bei Ihren Spaziergängen und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, sollten Sie ihn langsam an das Fahrrad gewöhnen. Einige Hunde haben Angst davor oder sind stattdessen sogar zu überschwinglich aufgrund der höheren Geschwindigkeit und versuchen an Ihnen hochzuspringen, um mit Ihnen zu spielen. In jedem Fall sollten Sie Ihren Vierbeiner langsam und mit viel Ruhe an das Fahrrad gewöhnen, positive Assoziationen erzeugen und es zum Beispiel bei Ihren Spaziergängen erstmal nebenher schieben. Zwischendurch können Sie sich auf das Fahrrad setzen und langsam ein paar Meter damit fahren, ohne dabei zu schnell zu fahren. Dies können Sie nach und nach immer mehr steigern, beobachten Sie Ihren Hund dabei, wie wohl er sich neben dem Fahrrad führt und ob er mit Freude nebenher läuft. Auch für Ihre eigene Sicherheit sollten Sie zunächst nur langsam fahren, um Ihren Hund korrigieren zu können, falls er zu schnell wird oder sich zu weit vom Fahrrad entfernen will. Für Sie beide erfordert das gemeinsame Fahrradfahren viel Konzentration: Ihr Hund muss darauf achten wie schnell Sie sind, woher Sie fahren, wieviel Abstand er zu Ihrem Fahrrad hält; Sie müssen sich auf ihren Hund konzentrieren, auf Ihre Umgebung und ggf. den Verkehr. Mit etwas Geduld und Übung, werden Sie beide viel Spaß am gemeinsamen Fahrradfahren haben!

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