Hundetransport im Auto – so machen Sie’s richtig!

02.06.2017 11:56 Uhr

Ob nur zum Tierarzt, in den Wald für einen ausgiebigen Spaziergang oder sogar mit dem Herrchen in den Urlaub – die meisten Hunde müssen irgendwann mal mit dem Auto transportiert werden. Für einige wird der Hundetransport sogar zur Regelmäßigkeit, wenn etwa der Wald weiter entfernt ist. Damit Sie und Ihr Hund dann auch eine angenehme und vor allem für alle Beteiligten sichere Autofahrt genießen können, sollten Sie einige Dinge beachten.

Vorschriften zum Hundetransport

Wie darf ein Hund transportiert werden und was ist verboten? Gibt es Gesetze und Regeln dazu? Im Verkehrsrecht und StVO wird der Hund – genauso wie alle anderen Tiere auch – als „Ladung“ gesehen und muss entsprechend gesichert werden. Ist dies nicht der Fall, kann es mit Bußgeld und bis zu einem Punkt für Sie enden. Gesetzlich ist demnach eine angemessene Sicherung Ihres Hundes vorgesehen, sodass er bei einer Vollbremsung oder Ausweichbewegung mit dem Auto keine Gefährdung darstellt. Hier haben Sie eine kleine Übersicht, wie genau ein Verstoß von nicht korrektem Hundetransport behandelt wird:
TatbestandBußgeldPunkteFahrverbot
Tier nicht angemessen gesichert30 EUR--
… mit Gefährdung60 EUR1-
… mit Sachbeschädigung75 EUR1-

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier

Hundetransport: Welche Möglichkeiten gibt es?

Um eine angenehme Autofahrt sowohl sich selbst als auch dem Hund zu gewährleisten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihren Hund zu sichern. Darunter fallen zum Beispiel:
  • Sicherungsgurt
  • Schutzdecke
  • Transportkäfig/-box
  • Kofferraumabtrennung
Welche Sicherung für welche Hunde am besten geeignet ist, hängt sowohl von dem Hund, den Sie transportieren wollen, als auch von Ihrem Auto ab.

Sicherungsgurt

Der Transport von Hunden mit einem Sicherungsgurt eignet sich am besten für kleine und leichte Hunde. Für die Tiere wurden spezielle Sicherheitsgurte angefertigt. Wichtig dabei ist, dass sie eng sitzen, jedoch nicht einschneiden und unangenehm für den Hund sind. Das Geschirr muss dabei unbedingt dem Gewicht und der Körpergröße angepasst werden. Die Länge des Gurtes muss entsprechend kurz sein, damit der Hund nicht zu viel Bewegungsfreiheit besitzt, aber dennoch angenehm auf dem Sitz sitzen oder liegen kann.

Schutzdecke

Eine weitere Möglichkeit für Hunde bietet die Schutzdecke. Sie wird so auf die Rückbank im Auto gelegt und befestigt, dass der Hund nicht in den Fußraum fallen kann. Bis zu einem gewissen Grad kann diese Schutzdecke dem Hund sowie allen Insassen Sicherheit gewähren. Bei einem starken Aufprall oder schweren Unfall reicht dieser Schutz jedoch nicht mehr aus.

Transportbox

Zu den sichersten Methoden für einen Hundetransport ohne Zwischenfälle gehört die Transportbox für Hunde. Dabei gibt es unterschiedliche Ausführungen, bei denen die Transportbox beispielsweise auch am Boden befestigt werden kann. Wichtig bei einer Fahrt mit der Transportbox ist, dass Sie erst einmal klein anfangen und sich nicht direkt an die längste Strecke wagen. Dadurch wird der Hund langsam an die Autofahrt in einem Käfig gewöhnt und bleibt später auch bei längeren Fahrten ruhig. Dabei gibt es verschiedene Tricks, die Sie anwenden können, um den Hund an die Transportbox zu gewöhnen. Darüber hinaus müssen Sie auch bedenken, dass nicht jede Transportbox für jeden Hund geeignet ist. Generell sollte der Käfig so ausgewählt werden, dass Ihr Hund gerademal bequem darin liegen, sitzen und sich drehen kann. Weitere wichtige Faktoren sind etwa eine Fluchttür und genügend Luftaustausch im Käfig, ohne aber Zugluft zu schaffen. 

Kofferraumabtrennung

Die Abtrennung zum Kofferraum im Auto kann durch verschiedene Möglichkeiten erfolgen. Dabei reicht die Auswahl von einfachen Netzen über Trenngitter bis hin zu einem stabilen Begrenzungsgitter, die den Hundetransport ermöglichen sollen. Jedoch sind nicht alle Lösungen gleich gut. Ein einfaches Netz bietet am wenigsten Sicherheit und kann bei dem Hund während der Autofahrt sogar zu schweren bis tödlichen Verletzungen führen, wenn es sich darin verfängt und die Seile einschneiden. Das stabile Begrenzungsgitter zur Abtrennung des Kofferraums im Auto bietet da eine bessere Möglichkeit für den Hundetransport. Jedoch ist auch hier der Vierbeiner nicht unbedingt genügend gesichert: Bietet der Kofferraum zu viel Platz, wird Ihr Hund eventuell hin und her geschleudert und kann sich auch hier stark verletzen. Die beste Lösung für einen sicheren Hundetransport im Kofferraum stellt da das Trenngitter dar. Trenngitter gibt es in verschiedenen Ausführungen, die speziell für jedes Automodell gefertigt werden. Diese können auch ohne großen Aufwand selbst eingebaut werden und benötigen die Ankerpunkte im jeweiligen Auto, um sicher befestigt zu werden. In diesem Video finden Sie noch einmal eine anschauliche Darstellung der korrekten Sicherung Ihres geliebten Vierbeiners im Auto: https://www.youtube.com/watch?v=ck7MOy4-Ols

Tipps für lange Reisen

Wenn Sie mit Ihrem Hund für eine längere Zeit verreisen wollen, sollten Sie unbedingt daran denken, genügend Pausen während der Autofahrt einzulegen, damit der Hund seinen Auslauf bekommt. So verhindern Sie, dass Ihr Vierbeiner mit der Zeit unruhig oder nervös wird. Falls es doch mal dazu kommt, dass Ihr Hund nicht mehr stillsitzen kann, können Sie ihn etwa durch Leckerlis oder aber auch seine Lieblingsdecke zu etwas mehr Geduld verführen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie gut der Hund bei einer langen Reise mitmacht, können Sie sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen und mögliche Beruhigungsmittel in Erwägung ziehen. 

Mit diesen Tipps und Tricks – natürlich individuell auf Ihren Vierbeiner angepasst – sollte einem ruhigen und angenehmen Hundetransport nichts mehr im Wege stehen!

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